Genetische Charakterisierung

Im Rahmen des Projekts zur Erhaltung der Ostbelgischen Rotbunten Rasse, das von Wallonien unterstützt wird, hat die Universität Lüttich – Gembloux Agro-Bio Tech Studien über die genetische Charakterisierung der heutzutage anwesenden Ostbelgischen Rotbunten Population in Wallonien durchgeführt. Eine Probeentnahme von 25 qualifizierten Ostbelgischen Rotbunten Tieren wurde von der awe durch eine phänotypische Prüfung der Kühe bei den teilnehmenden Züchtern durchgeführt. Diese 25 Tiere stellen eine Referenzpopulation dar, die auf molekularer Ebene mit vielen anderen Rassen, deren molekulare Informationen verfügbar waren, verglichen wurden.

Figur 2 : Dendrogramm von genetischen Distanzen zwischen mehreren Rinderrassen (JER=Jersey; BPN=Bretonne Pie Noire; NOR=Normande; RPEB=Rouge-Pie de l’Est de la Belgique; MRY=MRY ; KEM=Campinoise ; PRP=Pie-Rouge des Plaines ancien type ; RDBN=Rodbunt Double Fin ; BRF=British Frisonne ; DFR=Dutch Frisonne ; NZF=Frisonne Néo-zélandaise ; RED=Holstein Pie-Rouge ; HOL=Holstein Pie-Noire ; NRB=Norvegian Red Breed ; RDP=Rouge des Prés; BBM=Blanc-Bleu Belge de type mixte ; VOS=Vosgienne ; MON=Montbéliarde ; BSW= Brown Swiss,). Quelle : Gembloux Agro-Bio Tech

Auf der Basis der Charakterisierungsstudien konnte die Geschichte der Rasse bestätigt werden. Die Ostbelgische Rotbunte ist den KEM (Kempen Land) und Rotbunten der Ebenen alten Typs (PRP) Rassen genetisch nah. Diese 3 Rassen sind deutlich von der Holstein Rasse getrennt.

Die Ostbelgische Rotbunte Rasse besitzt einen phänotypischen Standard, der sie von den anderen Rassen (einschließlich die KEM oder die Rotbunte der Ebenen alten Typs) unterscheidet. Dazu unterscheidet sie sich genetisch von der Holstein Rasse oder von den anderen Rassen, die in diesen Studien benutzt wurden.